Die Zwanziger sind die beliebteste Epoche für Krimidinner. Das liegt an der Mischung aus Glanz, Jazz und dunklen Geheimnissen, aber auch daran, dass sich der Stil gut mit Kleidung umsetzen lässt, die viele schon besitzen. Ein teures Leihkostüm braucht niemand. Mit ein paar gezielten Griffen entsteht ein Look, der am Tisch sofort wirkt.
Für ein Kleid-Outfit
- Ein gerade geschnittenes Kleid, gern mit tiefer Taille. Fransen oder Pailletten sind ein Bonus, kein Muss.
- Eine lange Perlenkette, einmal oder zweimal geknotet.
- Ein Stirnband, eventuell mit Feder.
- Dunkler Lippenstift und ein gewellter Seitenscheitel.
Wer kein passendes Kleid hat, greift zu einem schlichten schwarzen Etuikleid oder einem langen Oberteil über einem Rock. Entscheidend ist die gerade Silhouette ohne betonte Taille. Lange Handschuhe, eine kleine Clutch oder ein Seidenschal über den Schultern machen aus einem Alltagskleid schnell ein Abendoutfit. Bei den Schuhen reichen Pumps mit Riemchen oder flache Ballerinas.
Für ein Anzug-Outfit
- Dunkler Anzug oder Hose mit Weste.
- Hosenträger und Fliege.
- Pomade und Seitenscheitel.
- Accessoires wie Taschenuhr, Einstecktuch oder Hut.
Ein weißes Hemd mit Weste wirkt schon ohne Sakko stimmig. Krempelt die Ärmel auf, wenn eure Figur eher Barkeeper, Mechaniker oder Reporter ist. Eine Schiebermütze passt zu einfacheren Rollen, ein Hut mit breitem Band zum Geschäftsmann oder Gangster. Wer mag, malt sich mit einem Augenbrauenstift einen schmalen Schnurrbart.
Haare und Make-up
Für kurze Haare reichen etwas Gel und ein strenger Seitenscheitel. Lange Haare lassen sich im Nacken zu einem tiefen Knoten stecken und vorne in Wellen legen, dann wirkt es wie ein Bubikopf. Beim Make-up gilt: dunkle, schmale Lippen, betonte Augen, wenig Rouge. Ein paar Minuten vor dem Spiegel reichen.
Kleine Dinge mit großer Wirkung
Oft reicht ein einziges Requisit, um eine Rolle sofort erkennbar zu machen: das Stethoskop des Hausarztes, das Tablett des Butlers, das Monokel des Obersts. In unseren Rollenheften stehen für jede Figur passende Ideen, und manchmal spielt ein Accessoire im Fall sogar mit.
Schaut euch zu Hause um, bevor ihr etwas kauft. Eine alte Brille ohne Gläser, ein Notizblock mit Bleistift, eine Zigarettenspitze aus Pappe oder ein Fächer aus dem Urlaub erzählen viel über eine Figur. Requisiten helfen auch beim Spielen, weil man etwas in der Hand hat, wenn die eigene Figur gerade in die Enge getrieben wird.
Nicht nur Zwanziger
Unsere Dinner spielen auch in anderen Epochen, etwa 1893 auf einem Schloss in der Eifel oder 1936 auf einem Schiff im Nordatlantik. Das Prinzip bleibt gleich: eine typische Silhouette, ein auffälliges Accessoire, eine passende Frisur. Für das viktorianische Schloss sind das hochgeschlossene Blusen und Westen, für die Atlantiküberfahrt helle Abendkleider und Smoking.
Wenn jemand kein Kostüm mag
Nicht jeder verkleidet sich gern. Das ist kein Problem. Ein einziges Detail, eine Fliege, ein Hut oder eine Kette, reicht völlig, um dabei zu sein. Niemand sollte sich unwohl fühlen, nur weil das Outfit nicht perfekt ist. Wer sich nicht verkleiden möchte, kann trotzdem eine starke Rolle spielen.
„Ein Kostüm muss nicht perfekt sein. Es muss nur den Mut zur Rolle geben.“
Macht zu Beginn des Abends ein Gruppenfoto in Kostüm. Später, wenn die Täterin oder der Täter enttarnt ist, sieht man darauf plötzlich ganz andere Gesichter.
BEREIT FÜR DEN ERSTEN FALL?
Sechs Krimidinner für 4 bis 9 Personen – ohne Spielleiter.



